Research Group: System Analysis in Administration and Politics (SVP)

The research group "System Analysis in Administration and Politics" (SVP) was formally constituted by Prof. Dieter Grunow, PhD in the winter semester of 1987-1988 at the University of Duisburg. It represents a continuation of research activities begun with the "Project Group for Administration and the Public" in 1972 in Bielefeld, in which theoretical and empirical analyses were initiated in various political fields.


The research group deals with both basic and current problems of the regional and national system of public administration. This makes it necessary to supplement theoretical and methodic analyses through an exchange of ideas, consultation, and cooperation with "practitioners" inside and outside public service administrations as well as various associations and regional institutions.


A primary focus of the research group is on local and regional relationships between public and administrative authorities, as well as Local Public Management. In past years - as a consequence of globalisation processes - there has been increased emphasis on research into the problems of multilevel governance (e.g. EU politics and localized implementation) and on international comparison of administrative architectures (e.g. German and Chinese environmental management).


One form of cooperation consists in providing the services of the "Administrative Sciences Laboratory", which offers both a real and - if desired - virtual platform for discussing and/or processing the issues of political and administrative science: e.g. questions involving research methods, discussions of theory, problems of actual practice, simulations, and much more.

Current projects

Local implementation of environmental laws and regulations: China and Germany in comparison

Im Rahmen eines erneut von der Haniel-Stiftung geförderten Folgeprojektes wurden – in Zusammenarbeit mit Professor Heberer – reformbezogene Fragestellungen nun auf den Bereich Umweltpolitik und ihre örtliche Implementation konzentriert. Die erste Forschungsreise führte im Herbst 2007 in städtische Regionen (Xiamen, Shihezi, Yinkou). Eine weitere Reise (im März 2009) führte – in Fortsetzung der früheren empirischen Untersuchungen in städtischen Räumen – diesmal mit vergleichbaren Fragen in drei ländlichen Regionen: in den Kreisen Deqing (Gemüseanbau), Shouguang (Teeanbau) und Nanfeng (Mandarinenanbau) wurden erneut Besichtigungen durchgeführt und Interviews mit den für den Umweltschutz zuständigen Ämtern und Funktionsträgern geführt. Das Problembewusstsein für Umweltfragen hatte sich zwar gegenüber der Untersuchung von 2007 verändert (erweitert), die Implementationspraxis aber nicht. In den ländlichen Regionen sind zudem andere Problemschwerpunkte zu beobachten als in den Großstädten. Wasserqualität und vor allem Müllbeseitigung, aber auch die Überdüngung des Bodens sind Kernprobleme der ländlichen Regionen. Ähnlich wie in den städtischen Beispielen fehlte es auch hier an einer wirksamen Verwaltungsorganisation und hinreichend breiten Kenntnissen und Kompetenzen des Personals sowie an dem Interesse der lokalen Parteiführungen an einer strikten Umsetzung der durchaus vorhandenen Gesetze und Vorschriften.
Das von der Hanielstiftung geförderte Projekt wurde im Mai 2010 durch eine internationale Fach-Konferenz zum Thema “Implementation of Environmental Policies in Urban and Rural China – Successes, Problems and Deficits” abgeschlossen. Es wurden ca. 18 Vorträge gehalten – etwa die Hälfte davon von chinesischen WissenschaftlerInnen. Inzwischen liegt die chinesische Publikation der Konferenzbeiträge vor (Grunow/Heberer 2012).

Die empirischen Arbeiten an dem Thema wurden durch eine weitere Forschungsreise im Februar 2012 abgerundet und vorläufig abgeschlossen. Die Forschungen fanden im Gebiet der Yi – Minderheit statt (insbes. Xichang und Meigu) und betrafen damit Fragen der Umweltadministration in einer Kreisstadt und Dörfern in einer ländlichen, bergigen und sehr armen Region. Inhaltlich sind vor allem die Bodenerosion (durch Abholzen der Bergwälder) und die Müllbeseitigung von Belang. Hinsichtlich der Organisation der lokalen Umweltgovernance ist die besondere Bedeutung der Clan-Stukturen bei den Yi sichtbar geworden.

Weitere Forschungsarbeiten (in Kooperation mit Professor Heberer) sind in Vorbereitung

Contact Person: Prof. em. Dr. Dieter Grunow

Runtime:
März 2007 bis Mai 2010

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Research projects on consequences of the EU Services Directive: positions of the experts, interest of the actors, implementation variants in Germany and Europe

Ein Schwerpunkt der Forschung in den vergangenen Jahren (seit 2004) war die “Dienstleistungsrichtlinie” die erstmals im Februar 2004 von der EU-Kommission “Dienstleistungen im Binnenmarkt” (KOM (2004) 2 endg.) vorgelegt wurde.

Die SVP hat zunächst in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung (Speyer) ein Gutachten für das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen erstellt, das eine Überprüfung des Richtlinienentwurfs aus rechts, verwaltungs-, und politikwissenschaftlicher Perspektive vornimmt. Damit konnte eine der ersten wissenschaftlichen Untersuchungen vorgelegt werden, die es erlaubte, die in der Öffentlichkeit äußerst kontrovers geführte Debatte zu bewerten und zu versachlichen. Eine weitere Untersuchung wurde 2006 abgeschlossen. Dabei ging es um ein wesentliches – in diesem Fall aber politisch nicht umstrittenes – Element der Dienstleistungsrichtlinie: den Einheitlichen Ansprechpartner (gem. Art. 6). Der Einheitliche Ansprechpartner soll die Niederlassung ausländischer Dienstleister erleichtern und insgesamt einen Beitrag zur Verwaltungsvereinfachung leisten.

Mit diesem Umsetzungsprozess hinsichtlich des Einheitlichen Ansprechpartners (EA), der dem „one window principle“ entspricht, befasst sich das anschließende – von der H. Böckler Stiftung geförderte – Forschungsprojekt. Gegenstand der empirischen Arbeiten war eine Bestandsaufnahme wichtiger EA-Varianten mit ihren Stärken und Schwächen – in Deutschland und insbesondere in NRW. Die Ergebnisse wurden in der Buchreihe des Sigma-Verlages zur „Modernisierung des öffentlichen Sektors“ publiziert.

Die Arbeit an dem Thema wird nun mit einer ergänzenden Betrachtung der Steuerungsimpulse durch die EU-Kommission fortgesetzt.

Contact Person: Prof. em. Dr. Dieter Grunow

Runtime:
Dezember 2009 bis Dezember 2010

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Klimzug-Dynaklim: Politik, Planung und Verwaltung

Die SVP erweitert ihre Forschungsaktivitäten im Politikfeld Umweltschutz und bringt dabei erneut ihre Kompetenzen in der Politikfeldanalyse und Verwaltungswissenschaft ein.

Im Mittelpunkt des DynAKlim-Vorhabens stehen die möglichen Auswirkungen des prognostizierten Klimawandels auf die Verfügbarkeit und Nutzung des Wassers in der Region Emscher-Lippe und die damit verbundenen Folgewirkungen auf Bevölkerung, Wirtschaft und Umwelt. Mit dem Aufbau eines langfristig tragfähigen regionalen Netzwerks und einem regionsumfassenden Roadmap-Prozess unterstützt DynAKlim die Projektregion bei der Entwicklung zu einem pro-aktiv handelnden, zukunftsfähigen Ballungsraum mit einer wesentlich verbesserten Anpassungs- und Innovationsfähigkeit.

Contact Person: Dipl. soz. wiss. Joachim Liesenfeld

Runtime:
August 2009 bis Dezember 2014

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