

Die sozialwissenschaftlichen Forschungstätigkeiten von B&C haben einen starken Anwendungsbezug. Dabei geht es unter anderem um Fragen der Chancengleichheit der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt und in Bildungsprozessen; ein weiteres Thema ist die Chancengleichheit von Einheimischen und Zugewanderten und die Integration letzterer in die unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereiche. Im Fokus des Forschungsinteresses steht zudem die Rolle von Frauen in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. B&C unterstützt daher Bildungs- und Wirtschaftsinstitutionen bei der Umsetzung der Aspekte Gender und Diversity und stellt entsprechendes Orientierungswissen bereit.
Daneben setzt die Forschungsgruppe auch auf interdisziplinäre und internationale Kooperationen und Forschungszusammenhänge. B&C ist mit zahlreichen Kooperationspartnern außerhalb des Instituts vernetzt und bietet sozialwissenschaftliche Forschung, Projektberatung und -konzeption, Koordination drittmittelgeförderter Forschungsprojekte sowie sozialwissenschaftliche Begleitforschung (Evaluation) an. Der interdisziplinäre Wissenschaftstransfer und die Zusammenarbeit mit nicht-wissenschaftlichen/ politischen Institutionen ist ein zentrales Anliegen der Forschungsgruppe.
B&C kooperiert eng mit der Forschungsgruppe Prolog und kann somit die langjährige Projekterfahrung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzen.
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und einer deutlichen Zunahme des Fachkräftemangels sind Unternehmen heute darauf angewiesen, Alternativen zur Deckung und Besetzung von Facharbeiterstellen zu erwägen. Eine bislang wenig in Betracht gezogene Möglichkeit ist die Besetzung von Facharbeiterstellen mit Frauen, die bereits im Unternehmen beschäftigt sind. Hier setzt das Projekt an: Geringfügig qualifizierte Arbeitnehmerinnen sollen die Möglichkeit erhalten, sich weiterzubilden, z. B. zur Facharbeiterin und somit ihre (qualifizierte) Beschäftigung im Unternehmen erhalten. Damit wird ein Beitrag geleistet, dass gerade auch gering qualifizierte, beschäftigte Frauen gleiche Aufstiegs- und Karrierechancen bekommen wie männliche Beschäftigte.
Ansprechpartner/in: Dr. Ute Pascher
Laufzeit: Jul. 2010 bis Jun. 2013
Das Thema der Chancengerechtigkeit von Frauen auf Spitzenpositionen spielt in den letzen Jahren im Zusammenhang mit den Diskussionen wie Deutschland seinen Platz in der Spitzenforschung erhalten kann sowie der Diskussion um die Einführung des zweigliederigen Studiensystems eine wichtige Rolle, denn nach wie vor ist die „Wissenschaft“ nach Geschlecht segregiert und die Auswirkungen von „Bologna“ auf den Chancengleichheitsprozess an Hochschulen sind noch nicht ausreichend erforscht. Auch in der akademischen Chemie ist die Geschlechtergerechtigkeit noch nicht erreicht. Zwar beginnen viele Frauen ein Chemiestudium (40 % Frauenanteil unter den Studierenden) und interessieren sich somit für diese Disziplin; im Wissenschaftssystem hingegen sind Frauen deutlich unterrepräsentiert. Ihr Anteil an den ProfessorInnenstellen liegt bei nur 10 Prozent.
Daher wird in diesem Verbundprojekt – gemeinsam mit dem Institut für Soziologie der Universität Duisburg-Essen – der Frage nachgegangen, wie sich der Bologna-Prozess auf die Karrieren von Chemikerinnen in der Wissenschaft auswirkt. Im Fokus steht eine Analyse des ersten universitären Übergangs, der Statuspassage vom Bachelor zum Master.
Ansprechpartner/in: Dr. Ute Pascher
Laufzeit: Mar. 2011 bis Feb. 2012
Postanschrift:
Rhein-Ruhr-Institut
für Sozialforschung und Politikberatung e.V.
Heinrich-Lersch-Straße 15
D-47057 Duisburg
Hausanschrift:
Heinrich-Lersch-Straße 15
D-47057 Duisburg
Telefon: +49 (0)203 28099-0
Fax: +49 (0)203 28099-22
E-Mail: risp@uni-due.de
Homepage:
http://www.risp-duisburg.de