Modellprojekt Ganztag. Ein Teilprojekt im Rahmen der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft A – Arbeit B – Betreuung C – Chancengleichheit

Entwicklung eines Angebots atypischer Arbeits- und Betreuungszeiten an Schulen im Rahmen des „Offenen Ganztags“. Das NRW-Landesprogramm Offene Ganztagsgrundschule sieht vor, dass flächendeckend Grundschulen (und perspektivisch auch die 5. und 6. Klassen an weiterführenden Schulen) Angebote im Nachmittagsbereich aufbauen. Es ist u. a. deshalb aufgelegt worden, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. In der Umsetzung hat sich jedoch gezeigt, dass bisher nur Kernzeiten von 8-16 Uhr ansatzweise flächendeckend realisiert werden konnten. Eine Repräsentativbefragung des IAT im Jahre 2004, dass es einen Betreuungsbedarf zu atypischen Arbeitszeiten gibt.

Diese strukturellen Veränderungen erzeugen Bedarfe in zwei Richtungen:

· Grundschulen (und demnächst auch weiterführende Schulen) stehen vor der Aufgabe, selbstständig auf dem Markt der Bildungsträger, Jugendeinrichtungen sowie dem freien Arbeitsmarkt nach passenden Ergänzungsangeboten zu suchen. Diese Aufgabe geht weit über Kapazitäten und bisherigen Aufgaben von GrundschulleiterInnen hinaus, war es doch bisher eben gerade nicht üblich, dass Schulen ihr Personal selbst aussuchen.

· Das andere Bedarfsproblem zeigt sich bei der Analyse des Arbeitsmarktes: Bereits bei Beginn der Offenen Ganztagsschule im September 2003 lies sich beobachten, dass es an geeigneten Arbeitskräften fehlt. Die Eignung bezieht sich auf zwei Faktoren: Es gibt zu wenig AnbieterInnen und diese sind nicht ausreichend pädagogisch qualifiziert. Gleichwohl gibt es einen Pool von potenziellen Personen, die für diese Aufgabe geeignet sein könnten.

Mit diesem Teilprojekt werden wir modellhaft entwickeln und erproben, wie eine differenzierte Angebotsstruktur für eine qualitativ hochwertige Betreuung von Grundschulkindern aussieht. Dabei ist geplant, atypische Arbeits- und Betreuungszeiten, die in der Schulbetreuung bislang nicht abgedeckt werden können, anzubieten. Dabei werden wir einerseits an vorhandenen Betreuungsstrukturen anknüpfen und diese weiterentwickeln, andererseits werden wir zusätzliche und neuartige Angebote entwickeln.

Zur Erprobung kooperieren wir zunächst mit zwei Grundschulen in Duisburg, die bereits im Offenen Ganztag Angebote fahren. Aufgrund einer Befragung der Eltern wird das Betreuungsangebot an den Schultagen den Zeitraum zwischen 7 Uhr und 1Stadtsportbund 7 Uhr abdecken und zusätzlich das Angebot auch auf den Samstag erweitert. Die Betreuung bzw. das freizeitpädagogische Angebot wird in Kooperation mit dem Duisburger durchgeführt.

Für das zusätzliche Betreuungspersonal und ihre erweiterten Aufgaben wird ein passgenaues auf den Bedarf des Angebots entwickeltes Fortbildungsangebot entwickelt und dadurch das neu zu gewinnende Personal auf die Aufgabe vorbereitet. Ein weiterer Ansatz liegt darin, in Kooperation mit der Duisburger Agentur für Arbeit geeigneten Personen, Existenzgründungsmöglichkeiten für die neu entwickelten Angebote zu vermitteln. Nach Angaben der Duisburger Agentur für Arbeit gibt es in Duisburg ein Potenzial an ExistenzgründerInnen, die auf diesem neuen Bildungsmarkt ein qualitatives Angebot offerieren könnten.


Laufzeit:
Juli 2005 bis Juni 2007

Kooperationspartner |

Projektbearbeitung

Projektleitung



Dr. Ute Pascher-Kirsch

E-Mail: ute.pascher-kirsch@uni-duisburg-essen.de
Tel: +49 (0)203 36303-32


Projektmitarbeiter/innen



Elke Stolpe

E-Mail: elke.stolpe@uni-duisburg-essen.de
Tel: +49 (0)203 36303-30


Förderer

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA)Europäischen Sozialfonds (ESF)

Ausgewählte Publikationen


  • Pascher, Ute: Fortbildungsreihe für pädagogische Betreuungskräfte an Offenen Ganztagsgrundschulen (OGGS) der Stadt Duisburg. Dokumentation im Teilprojekt . 2007. - | Download