Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP) e.V. an der Universität Duisburg-Essen

Talentaustauschprogramme zwischen öffentlicher Verwaltung und Privatwirtschaft als Transformationsgeber

Der politische Wille zur Bewältigung der Herausforderungen zeigt sich im aktuellen Koalitionsvertrag, ebenso die Vielfalt möglicher Maßnahmen. Eines der geforderten Instrumente, das als Baustein zur Verwaltungstransformation in Betracht gezogen wird, sind die im Zentrum der vorgelegten Publikation stehenden Talentaustauschprogramme zwischen öffentlicher Verwaltung und Privatwirtschaft.
Welche Erfahrungen gibt es bisher mit derartigen Programmen? Was sind die Mehrwerte und Hindernisse? Unter welchen Rahmenbedingungen kann dieses Instrument die Verwaltungstransformation in Zukunft effektiv unterstützen? Diesen Fragen geht die Studie nach und liefert auf der Basis von 33 Expert*inneninterviews eine explorative Analyse von Erfahrungen mit Talentaustauschprogrammen in Deutschland und im internationalen Umfeld.
Es wird deutlich, dass beide Seiten profitieren können. Mit Blick auf die öffentliche Verwaltung zeigt sich, dass Talentaustauschprogramme positiv auf die im Koalitionsvertrag formulierten Ziele zur Verwaltungsmodernisierung wirken können. Sie ermöglichen die Vermittlung methodischer Expertise und fachlichen Wissens, stoßen den Kulturwandel in der Verwaltung an, fördern die Bildung von Netzwerken, das gegenseitige Verständnis sowie die Karriereentwicklung der Mitarbeitenden und die Arbeitgeberattraktivität.
Autoren der Studie sind neben dem Geschäftsführenden Direktor des RISP Prof. Dr. Nicolai Dose auf Seiten von Accenture, dem weltweit führenden Beratungsunternehmen mit 710.000 Mitarbeitenden, Dr. Nils Beier, Sophie Evers, Dr. Carolin Höhlein-Wortmann und Marvin Herter. Die Studie ist erschienen auf regierungsforschung.de, dem Online-Publikationsorgan der NRW School of Governance.

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