R2K-Klim+: Unterstützung bei der Klimaanpassung geht in die zweite Förderphase
Das R2K-Klim+ Projekt, finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), hat das Ziel, strategische Entscheidungshilfen für die Anpassung an den Klimawandel auf regionaler und kommunaler Ebene zu entwickeln. Die erste Phase lief von April 2020 bis August 2023 und stand im Zeichen der Schaffung einer Informationsgrundlage, der Modellwelt und der Implementation in einen digitalen Prototypen für das Entscheidungsunterstützungssystem (EUS). In dieser Phase haben wir auch die Folgen von Niedrigwasserperioden auf dem Rhein für die Binnenschifffahrt und die Wahrnehmung thermischer Belastung und Gesundheit in der Stadt untersucht.
In der zweiten Phase des Projekts bis 2026 liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung und detaillierten Ausarbeitung des in der ersten Phase entwickelten Prototyps des EUS. Die Forschungsgruppe ABS des RISP hat hierbei die spezielle Aufgabe, die kommunale Anwendung des EUS in Duisburg und in Transferkommunen zu begleiten. Ein besonderes Merkmal des Projekts ist, dass die Stadt Duisburg sowohl Projektpartner ist als auch die Kommune, für deren Bereich wir das System entwickeln.
Unsere Arbeit ist in drei Hauptzielsetzungen unterteilt:
- Methodische Weiterentwicklung des EUS: Wir konzentrieren uns auf stadtstrukturelle, soziale und gesundheitliche Parameter, insbesondere im Hinblick auf thermische Belastungen.
- Erhöhung der Anpassungskapazitäten kommunaler Gebietskörperschaften: Wir unterstützen die Stadt Duisburg und andere kommunale Gebietskörperschaften bei der organisatorischen Entwicklung und Stärkung der internen Anpassungskapazitäten.
- Wissenschafts- und Risikokommunikation: Wir entwickeln Formate, die es auch stadtgesellschaftlichen Akteuren ermöglichen, das EUS zu nutzen.
Von besonderer Bedeutung ist seit Beginn des Projekts die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Verbundpartnern. In der zweiten Phase umfasst dies das Forschungsinstitut für Ökosystemanalyse und -bewertung an der RWTH Aachen (gaiac) e. V., die geomer GmbH, die Stadt Duisburg, das Zentrum für Verkehr und Logistik (ZLV) an der Universität Duisburg-Essen und das FiW - Forschungsinstitut für Wasserwirtschaft und Klimazukunft an der RWTH Aachen e. V., das das Projekt koordiniert.
Weitere Informationen zum Inhalt und den bisherigen Ergebnissen des Projekts sind unter https://r2k-klim.net/ verfügbar.