Sim4Dialog erfolgreich abgeschlossen – digitale Beteiligung in der Praxis bewährt
Projekt erfolgreich abgeschlossen
Nach rund drei Jahren intensiver Entwicklungs- und Erprobungsarbeit ist das Forschungsprojekt Sim4Dialog – Simulationstool für den regionalen Dialog zum Ausbau erneuerbarer Energien erfolgreich abgeschlossen.
Im Verbund mit der RWTH Aachen und der Stadt Herzogenrath hat das RISP ein digitales Bewertungs- und Dialogtool entwickelt, das Kommunen bei der Planung von Windenergieprojekten unterstützt – interaktiv, transparent und bürgernah.
Erprobung in der Praxis
In Herzogenrath wurde das Tool erstmals im realen Beteiligungsverfahren unter dem Titel „Windkraft für Herzogenrath“ eingesetzt. Bürgerinnen und Bürger konnten geplante Standorte per Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) erleben und direkt online ihre Einschätzungen abgeben.
Die Stadt Hallenberg nutzte Sim4Dialog anschließend als Transferkommune, um die Anwendung in einem anderen räumlichen und kommunikativen Kontext zu testen. Beide Kommunen konnten zeigen, dass digitale Beteiligung die Qualität des Dialogs verbessert, Informationslücken schließt und eine konstruktive Diskussionskultur fördert.
Praxishandbuch veröffentlicht
Die Ergebnisse des Projekts sind im neuen Handbuch „Best Practice für die kommunale Anwendung“ zusammengefasst.
Es enthält praxisorientierte Empfehlungen, Checklisten und Beispiele aus beiden Kommunen – von der Vorbereitung und Kommunikation bis zur Auswertung und Verstetigung in der Verwaltung.
Ausblick
Das RISP arbeitet nun an der Übertragung der Projektergebnisse auf weitere Kommunen. Ziel ist es, die entwickelten Verfahren und Tools dauerhaft in der kommunalen Planungspraxis zu verankern.
Interessierte Städte, Gemeinden oder Energieakteure können sich für Gespräche und Pilotprojekte an das RISP wenden.
Förderhinweis
Das Projekt Sim4Dialog wurde gefördert durch das
Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIKE NRW)
im Rahmen des Förderprogramms progres.nrw – Programmbereich Innovation.
Projektträger war das Forschungszentrum Jülich GmbH (Projektträger Jülich, PtJ).